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WWW.LOGISTICSINNOVATION.ORG

Das Online-Magazin für die Schweiz, die EU und den Rest der Welt


17. April 2026

Zahlreiche Teilnehmer des Test Camps liessen es sich nicht nehmen, auch beim 33. Materialfluss-Kongress – erstmals in Dortmund – unter Regie von Professor Johannes Fottner dabei zu sein. Insgesamt kamen rund 800 Besucher in die Dortmunder Westfalenhalle, um rund 100 Innovationen in Augenschein zu nehmen. 

17. April 2026

Die Verlagerung auf die Schiene durch die Alpen hat in jüngerer Zeit massive Rückschläge erlitten. Schuld daran sind laut BLS Cargo vor allem die marode deutsche Infrastruktur und die vielen Strecken-Unterbrüche und Baustellen auf dem Nord-Süd-Korridor. Das schlägt auch auf die Personalpolitik durch.

16. April 2026

Kion will als erstes Unternehmen in Europa die neue Simulations-Software «Digital Twin Composer» von Siemens nutzen, und sucht damit auch ein Stück Unabhängigkeit vom US-Markt, auf dem bislang NVIDIA die vorherrschende Lösung darstellt, um in intelligenten Lagern die digitale und reale Welt zu verschmelzen.

16. April 2026

Jetzt also auch bei Linde MH eine erweiterte Baureihe mit integrierter Lithium-Ionen-Batterie: Der grosse Vorteil ist das laut Hersteller um bis zu 35 Prozent über dem Branchen-Durchschnitt ausgeweitete Platzangebot in der Fahrerkabine, und dass der Fussraum mit dem Wegfall des traditionellen Batterieraums deutlich gewachsen ist.

16. April 2026

Im Rahmen des Test Camp Intralogistics und des International Intralogistics and Forklift of the Year (IFOY)-Award wurden in Dortmund die vorläufigen Zertifikate 2026 durch Jan Drömer, den Vorsitzenden der VDMA-Sektion Fördertechnik und Intralogistik an die 17 Nominierten überreicht, die jetzt in die Endrunde gehen. 

16. April 2026

Die Generalversammlung des Schweizerischen Verbands für Temperaturgeführte Logistik befasst sich am 8.Mai auf Schloss Lenzburg neben den üblichen Traktanden mit Personal-Management, zeitgemässer Werbung um Fachkräfte auf Social Media und der Frage, ob humanoide Roboter irgendwann hilfreich sein werden.

15. April 2026

Deutsche Technik steht immer noch hoch im Kurs, wenn es um zügigen Materialumschlag, die Eliminierung von Schwachstellen und Servicequalität geht. Nach erfolgreichen Projekten in Oklahoma und Texas, setzte der Stahlhändler «Steel and Pipe Supply» (SPS) in Kansas City erneut auf Sägen und Lagern mit Kasto. 

15. April 2026

Bito geht mit einer wirtschaftlichen Alternative für Unternehmen in die Offensive, die ihren Lager- und Produktionsbereich neu ausstatten, erweitern oder temporär ergänzen wollen, ihr Kapital aber nicht langfristig binden möchten: Mieten statt kaufen, lautet die Devise. Die Vorteile - zumal in «dynamischen Zeiten» - leuchten ein.

15. April 2026

Eine erweiterte globale Plattform für das Gesundheitswesen präsentiert der Logistik-Dienstleister Yusen an der LogiPharma in Wien, an der sich dieser Tage Unternehmen wie Novartis, Bayer, Takeda und der Klinikversorger UCB beteiligen. Es geht um die professionelle Bereitstellung spezialisierter  Gesundheitslösungen.

15. April 2026

Die eigene Schienenverbindung der Coop für die Stadtlogistik in Zürich, stromlinienförmige Logistikfahrzeuge und die  Auslagerung der gesamten OP-Logistik in einer Kooperation zwischen der Klinik Seeschau und der Schweizerischen Post sind die Projekte, die für den diesjährigen Swiss Logistics Award von GS1 in den Endspurt gehen.



«Katzen mit und ohne Ohren»



WAGNER Schweiz AG






«Katzen mit und ohne Ohren»

16. Juni 2024

Still Excellence day ARIBIC Grafik: Still

 

Staplerhersteller Still stellte bereits zur Hannover Messe im April die Ergebnisse des Forschungsprojektes zur KI-gestützten Indoor-Kartographierung von Lagerhallen (ARIBIC) vor. Jetzt reüssierte Rolf Huber, Vice President ITS EMEA der Kion, damit nochmal beim GS1 Excellence Day in Bern.

Einer Keynote von Holger Schmidt über Künstliche Intelligenz und digitale Plattformen im Plenum folgend, ging es nachmittags in einer gut frequentierten Logistik-Session mit Manuel Renold (ZHAW) auch nicht nur um «Katzen mit und ohne Ohren» als Erkennungsbeispiel für die KI-basierte Identifizierung logis(ti)scher Fehler. Nach Ansicht des Experten für digitale Ökonomie werden Quanten-Computer demnächst auch in der Logistik Einzug halten, könnten mögliche Schwarm-Anwendungen bei der Sendungsverteilung der Post in City-Bereichen per Zeppelin und Drohne in Pilotprojekten umgesetzt werden. Irgendwann werde auch jedes Paket mit selbst gespeichertem Ziel, Routenplan und ergänzenden Datenangaben sein eigener «Agent» sein.

 

 

Angesichts inzwischen zahlreicher Ortungs- und Navigations-Systemen auf dem Markt, hat Staplerhersteller Still des wegen der zunehmenden Automatisierung und Robotisierung steigenden Bedarfs einen eher systematischen Ansatz über besagte «Artifical Intelligence-Based Indoor Cartography» (ARIBIC) verfolgt. Nicht umsonst ein kleines Wortspiel mit dem Begriff «acribisch», um die ausserordentliche Menge der quasi «beiläufig» zur Verfügung stehenden Daten anzudeuten. Huber: «Wir haben hier eine Art Google Maps für die Intralogistik». Kooperiert wird hier – wen wundert´s – mit Google Cloud. Und mit dem aufgrund von «KI» inzwischen wesentlich schneller und in Echtzeit arbeitenden Digitalen Zwilling im Lager.

Wirklich interessant wird es, wenn die dafür notwendigen Daten automatisiert und quasi ‚beiläufig‘ gesammelt werden können. Still-Projektleiter Dennis Schüthe: «Die für den digitalen Zwilling notwendigen Daten haben wir über ein Sensor-Setup in den Flurförderzeugen gesammelt, das die zukünftig integrierten Sensoriken ‚simuliert‘. Die Daten werden dann zu einer digitalen Darstellung kombiniert, in die Cloud übertragen und mit semantischen Informationen angereichert. Dort kann der Bestand mit dem Lagerverwaltungssystem abgeglichen und Diskrepanzen automatisch identifiziert werden.»

 

Still Excellence day ARIBIC

 

Für Unternehmen ist die Echtzeitdarstellung ihres Lagers ein wichtiger Schlüssel zur Optimierung . «Hinzu kommen Möglichkeiten der Echtzeitinventur und automatisierter Materialbestellungen durch eine Verknüpfung mit dem Warenmanagementsystem. Auch die Sicherheit im Lager erhöht sich signifikant durch die Erkennung defekter Infrastrukturen oder versperrter Notausgänge in der 3D-Karte», so Schüthe. Bereits im nächsten Jahr wird Still mit der Umsetzung der Forschungsergebnisse in praxistaugliche Produkte starten, zunächst mit Proof-of-Concept-Installationen in realen Umgebungen.

Alwin Locker, Geschäftsführer des IT-Consulting-Unternehmens Soltar, verweist auf dem Podium auf erhebliches Potenzial der «Artificial Intelligence», wenn sie geschickt mit der menschlichen Intuition verknüpft werde. Was wiederum Moderator Thomas Bögli zur Frage bringt, ob die KI-Regulationen, die von der EU auf den Weg gebracht worden sind, hier eher hinderlich, also «zuviel des Guten», oder sinnvoll seien. Renold, «Head of Cybernetic Learning System» an der ZHAW, findet die Leitplanken angebracht.

 

Excellence Day Still podium 2Foto: klk.

 

«Wir sind aber mit allem erst ganz am Anfang», sagt Huber. Inzwischen seien die Ingenieure auch drauf und dran, «taktile Hände» für Transportgreifer zu entwickeln. Auf eine Teilnehmerfrage, wer dann – analog zum autonomen Fahren im Strassenverkehr - letztlich für etwaige «Fehlleistungen» verantwortlich sei, gibt es natürlich eine klare Antwort. «Der Mensch», sagt Huber. Der habe schliesslich das Ganze programmiert. Ganz auszuschliessen, so die anwesenden Experten, sei es eben auch nicht, dass eine «KI» Fehler eintrainiert und schliesslich auch falsch anwendet. Moderator Thomas Bögli: «Wenn´s gefährlich wird, sollte man eben langsamer machen». Beruhigend an zahlreichen Science Fiction-Filmen und Zukunfts-Projektionen, die in Zeiten wie diesen die Runde machen, sei vor allem eines: «In all diesen Hollywood-Thrillern hat der Mensch am Schluss überlebt…».

 

Das ARIBIC-Projekt

Still Excellence Day ARIBIC 2

Aus der Datenflut wird ein Echtzeit-Bild

 

Das ARIBIC-Projekt lief von März 2021 bis Ende 2023. An dem internationalen Forschungsvorhaben waren neben Konsortialführer Still das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Toronto mit dem STARS-Labor und der kanadische Sensorhersteller LeddarTech beteiligt. Gefördert wurde das Projekt durch das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Industrial Research Assistance Program des kanadischen National Research Council (NRC IRAP). Der Hamburger Intralogistikanbieter hat unter anderem seinen OPX iGo neo in das Projekt eingebracht – den mit Sensorik und Kameratechnik bereits bestens ausgestatteten autonomen Kommissionierer.

 

Klaus Koch

 

gs1.ch

 

www.still.de

 




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